> Biografie

Pamo Roth (*1978) packt gern Themen an, die mit gängigen Vorstellungen brechen: eine Zwei-Klassen-Redaktion in einer Obdachlosenzeitung, eine Geschichte über ihren Großvater, der als erfolgreicher Kriegsfotograf um die Welt reiste und für seine Bilder ausgezeichnet wurde - als einer der bekanntesten NS-Fotografen. Oder sie findet emanzipative Aspekte beim burlesquen Striptease.

Mit ihrer taz-Reportage "Geschwisterzank" hat sie 2011 den 1. Preis des Journalistenwettbewerbs "Brandenburg in Europa - Europa in Brandenburg" gewonnen.

Pamo Roth ließ sich von Straßenkindern in Malawi ihre Überlebensstrategien erzählen, lief mit ehemaligen italienischen Partisanen durch ihre Rückzugsgebiete, beobachtete eine illegale Künstler-WG in Brooklyn und fuhr mit einem New Yorker Polizisten auf einen Friedhof für anonyme Babyleichen. Sie fragte Rapper aus der Rütli-Straße nach ihren Ängsten und eine kolumbianische Migrantin nach ihrem Leben in der Illegalität.

Nach ihrem Studium in Göttingen, Wien und Granada und ihrer Ausbildung an der Berliner Journalisten-Schule mit Stationen bei Radio Capital Malawi (Lilongwe), DPA (New York), Berliner Zeitung und Spiegel TV schreibt sie als freie Journalistin unter anderem für die Berliner Zeitung, taz - Die Tageszeitung, Zeit.de, Spiegel Online, Fluter, Zitty und das Amnesty Journal.